Rota und Ende Etappe 3

Donnerstag früh sind wir um 7 Uhr in Rota angekommen, nach einem kurzen Nickerchen gabs Frühstück und dann wurde die Stadt erkundet. Es hat nicht lange gedauert, ehe sich ein Großteil der Crew an einer Panaderia wieder traf, um Spezialitäten zu testen. Die Empanandas wurden für sehr gut befunden. Abends wurde dann das Dinghi getauft und danach wurden wir von Henrik mit einem hervorragenden 3-Gänge-Menü verwöhnt. Der Samstag begann für Einige mit einer Laufrunde an der Promenade, bevor nach dem Frühstück das Schiff leer geräumt und ausgiebig geputzt wurde. Danach hat uns Henrik leider schon verlassen müssen, während der Rest der Crew den letzten Nachmittag für einen gemeinsamen Ausflug an den Strand genutzt hat. Der Tag ging mit einem leckeren Captains Dinner zu Ende.

Den Crewwechsel Tag haben wir mit einer Runde Yoga am Strand begonnen. Nach dem Frühstück verabschiedeten sich dann bereits Teile der Crew. Die an Bord bleibende Crew nutzen den Tag zum Waschen und Einkaufen, während die neue Crew langsam eintrudelte. Und so schnell ging eine sehr schöne Etappe zu Ende. Wir sind gespannt was die nächste Etappe für schöne Erinnerungen für uns bereit hält.😊

Rota am Abend
Crewwechsel Tag in Rota

Unser Peterchen

Für die Reise brauchten wir ein neues Dinghi. Ein Crowdfunding hat uns genug Geld eingebracht, dass wir pünktlich zur Reise ein UV-beständiges Schlauchboot erwerben konnten. Außer einer kurzen Testfahrt in Kiel hat das Dinghi bisher in der Vorpiek auf seinen ersten richtigen Einsatz gewartet. Diese Etappe war es endlich soweit. Nach ein paar Testfahrten in Berlenga, Sagres und Culatra haben wir das Schlauchboot für gut empfunden und haben es getauft. Aga durfte als jüngste weibliche Neuaufnahme tarditionsgemäß die Taufrede halten und ihm seinen Namen geben.Viele von euch wundert die Namensauswahl wahrscheinlich nicht. 😉 Wir freuen uns das neue Peterchen zu begrüßen und hoffen, dass es für diese und kommende Reisen gute Dienste leisten wird. Als nächstes Crowdfunding Projekt werden wir uns wohl irgendwann noch einen neuen Motor wünschen, damit nicht die gesamte Bucht weiß, dass der ASV auf Achse ist.😀

Portimão

Nachdem wir Samstag früh in Portimão eingelaufen sind, haben wir den Tag für Bootsarbeiten genutzt. Es wurde an diversen Stellen am Schiff gebastelt. Neben Basic Arbeiten wie Nähen der Sprayhood und Winschenwartung wurden auch die Lüfter genauer unter die Lupe genommen und funktionieren nun wieder. Um die Mittagszeit wurde eine ausgiebige Siesta gemacht. Teile der Crew machten einen Badeausflug, während andere die Stadt erkundeten. Am Nachmittag wurden die letzten Projekte vollendet und dann gemeinsam auf den produktiven Tag bei einem Sundowner angestoßen. Während der Großteil der Crew den Sonntag zum Ausschlafen nutzte, machte sich eine Handvoll Sportverrückter auf zu einem Morgenlauf. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Waffeln wurde der sonnige Tag zur freien Erkundung der Umgebung genutzt. Einige liehen sich Fahrräder und guckten sich die Stadt an, andere nahmen ein Wassertaxi zum Strand auf der anderen Seite der Bucht. Zum Abendessen trafen sich alle wieder an Bord und tauschten sich über ihre Erkundungen aus. Der freie Tag tat der Crew sichtlich gut aber wir freuen uns trotzdem, wenn es morgen früh wieder Leinen los heißt und wir das gute Wetter zum Segeln nutzen können.

Praia dos Três Castelos
Gasse in Ferragudo
Castelo de São João do Arade vom Wasser aus

Cascais bis Sagres

Nach einer nächtlichen Flauten Fahrt von den Berlengas nach Cascais haben wir pünktlich zum Frühstück angelegt. Danach wurde das Schiff klariert und ein paar Einkäufe erledigt. Nachdem die Crew frisch geduscht war und endlich wieder Wind aufkam, haben wir abgelegt in Richtung Süden. Die Wache in Dienst genoss die Aussicht auf die Küste von Portugal und den strahlenden Sonnenschein, während die Freiwache in der langen Atlantik Welle wohlig in den Schlaf geschaukelt wurde. Nach einem leckeren Abendessen begann die erste Nachtwache mit einem Mamorkuchen unter sternenklarem Himmel, begleitet von Meeresleuchten und Sternschnuppen. Zum Wachwechsel um Mitternacht wurden wir von ein paar Delfinen besucht, die uns mit einer Meeresleuchten-Zaubershow überrascht haben. Pünktlich zum Sonnenaufgang haben wir in der südwestlichsten Bucht Europas den Anker geworfen. Daraufhin wurde die fleißige Crew mit Pfannkuchen belohnt. Wie ihr hört geht es uns also nicht allzu schlecht.😁

Neumond kurz vor dem Sonnenaufgang am Capo São Vincente
Unser Ankerplatz in der Enseada da Sagres
Smut mit Pfannkuchen
Müde aber glückliche Crew beim Sonnenaufgang

Montserrat

Welcome back! Weg von den französischen Gebieten, kommen wir zurück zu einer kleinen britischen Insel. Montserrat gehört zu den kleinen Antillen. Die 102 km2 große Insel, welche etwas kleiner ist als Kiel, liegt nordwestlich von Guadeloupe und besteht aus drei Vulkanen. Im Norden der Insel befindet sich der älteste Vulkan, Silver Hills. Er war vor ca. 2,6 bis 1,2 Mio. Jahren aktiv. Etwas südlicher folgt Centre Hills, der vor 950.000 bis 450.000 Jahren aktiv war. Ganz im Süden befindet sich Soufrière Hills, der vor 175.000 Jahren entstand und heute noch aktiv ist. 

Das Landschaftsbild der Insel ist stark von den Vulkan geprägt. Es gibt viele hohe & steige Hügel, die zum Teil von vulkanischen Sedimentablagerungen bedeckt sind.
Auf der Insel findet man auf der Westseite ein feuchtes Klima mit Regenwald, während die Nord- und Ostseite der Insel eher von trockenen Dornenbüschen bewachsen sind. Der südliche Teil der Insel ist bei einem heftigen Vulkanausbruch 1997 zum Großteil zerstört worden und ist daher ein Sperrgebiet. Die damalige Hauptstadt Plymouth im Südwesten der Insel wurde aufgegeben und die Stadt Brades im nordwestlichen Teil der Insel am Little Bay wurde als de facto Hauptstadt benannt. 

Seit 2012 ist der Bau einer neuen Planhauptstadt in Arbeit. Sie wird direkt neben Brades gebaut und wird Little Bay heißen. Die neue Hauptstadt soll genug Platz für Kreuzfahrtschiffe bieten, um die Insel etwas mehr zu beleben. Bis dato kann vor der Insel in verschiedenen Buchten geankert werden und der karibische Flair mit einer schönen Natur im nördlichen Teil der Insel erlebt werden.