Nevis

Im karibischen Meer befindet sich die kleine, ca. 93 km²große, Insel Nevis, direkt neben der nur 3 km nordwestlich entfernten Insel St. Kitts und bildet mit dieser einen Teil der „Inseln über dem Winde“ (Kleine Antillen).

Wer Wanderlust hat und einen bemerkenswerten Ausblick über den Atlantischen Ozean oder die nahegelegenen Inseln der Karibik genießen möchte kann den Nevis Peak oder auch Mount Nevis genannten Vulkan innerhalb von ca. 4 Stunden besteigen. Dabei muss allerdings das Wetter-Glück mitspielen, denn häufig ist der Vulkan von Wolken umgeben. Der alte Schichtvulkan erstreckt sich über eine Höhe von 985m. Dieser ist hauptsächlich mit ursprünglicher Flora bedeckt und bildet weiter oben einen Regen- und Wolkenwald.

Die Hauptstadt der Insel Nevis ist Charlestown, welche 1671 nach dem britischen König Charles II. benannt wurde. Hier kann man durch die Straßen flanieren und sich die vielen Beispiele der Kolonialarchitektur des 18. und 19. Jahrhunderts ansehen. Nach dem gemütlichen Stadtrundgang bietet es sich an dem „Nevis Heritage Trail“ zu folgen und damit die Umrundung der Insel in Angriff zu nehmen. 

Wer es lieber etwas ruhiger mag kann an einem der paradiesischen Palmenstrände entspannen sowie bei einer Wassertemperatur von durchschnittlich 27 Grad Celsius in türkisfarbenen Wasser baden gehen und den Sportbegeisterten beim Segeln, Surfen, oder Tauchen zusehen.

https://deadline.com/2021/05/nevis-caribbean-island-film-production-deal-msr-1234762741/

Montserrat

Welcome back! Weg von den französischen Gebieten, kommen wir zurück zu einer kleinen britischen Insel. Montserrat gehört zu den kleinen Antillen. Die 102 km2 große Insel, welche etwas kleiner ist als Kiel, liegt nordwestlich von Guadeloupe und besteht aus drei Vulkanen. Im Norden der Insel befindet sich der älteste Vulkan, Silver Hills. Er war vor ca. 2,6 bis 1,2 Mio. Jahren aktiv. Etwas südlicher folgt Centre Hills, der vor 950.000 bis 450.000 Jahren aktiv war. Ganz im Süden befindet sich Soufrière Hills, der vor 175.000 Jahren entstand und heute noch aktiv ist. 

Das Landschaftsbild der Insel ist stark von den Vulkan geprägt. Es gibt viele hohe & steige Hügel, die zum Teil von vulkanischen Sedimentablagerungen bedeckt sind.
Auf der Insel findet man auf der Westseite ein feuchtes Klima mit Regenwald, während die Nord- und Ostseite der Insel eher von trockenen Dornenbüschen bewachsen sind. Der südliche Teil der Insel ist bei einem heftigen Vulkanausbruch 1997 zum Großteil zerstört worden und ist daher ein Sperrgebiet. Die damalige Hauptstadt Plymouth im Südwesten der Insel wurde aufgegeben und die Stadt Brades im nordwestlichen Teil der Insel am Little Bay wurde als de facto Hauptstadt benannt. 

Seit 2012 ist der Bau einer neuen Planhauptstadt in Arbeit. Sie wird direkt neben Brades gebaut und wird Little Bay heißen. Die neue Hauptstadt soll genug Platz für Kreuzfahrtschiffe bieten, um die Insel etwas mehr zu beleben. Bis dato kann vor der Insel in verschiedenen Buchten geankert werden und der karibische Flair mit einer schönen Natur im nördlichen Teil der Insel erlebt werden. 

Guadeloupe

Salut à nouveau! Nachdem in den letzten beiden Wochen bereits die anderen Inseln des französischen Überseegebiets Guadeloupe vorgestellt worden sind, soll es nun endlich auch um Guadeloupe selber gehen. Guadeloupe besteht aus den beiden Inseln Basse-Terre und Grand-Terre, die durch eine schmale Meerenge getrennt werden, aber dort auch über eine Brücke miteinander verbunden sind.

Grand-Terre, die nordöstliche Hälfte Guadeloupes, besteht aus einem eher flachen Kalksteinplateau. Der Süden dieser Insel lockt mit seinen weißen und schwarzen Sandstränden viele Touristen an. Der Norden ist mit seinen bis zu 80 Meter schroff ins Meer fallenden Klippen und kleinen Stränden eher ruhig. Die größte Stadt ist Pointe-à-Pitre im Südwesten der Insel. Im Gegensatz dazu ist das südwestlich gelegene Basse-Terre eine gebirgige Vulkaninsel, die zu großen Teilen von Regenwald bedeckt ist. Der 1467 Meter hohe Vulkan La Soufrière ragt über die Insel auf. Von seinem Gipfel kann man an klaren Tagen bis Martinique und Dominica sehen und an seinem Fuß liegt die offizielle Hauptstadt Guadeloupes, Basse-Terre. Hier sind vor allem die Barockkirchen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und das Fort Delgrès Besuchermagneten.

Mit einer Einwohnerzahl von über 380.000 (das ist mehr als im über 10 mal so großen Island), belebten Städten, vollen und leeren Stränden und einer großen Naturvielfalt, die zum Wandern einlädt, ist Guadeloupe der perfekte Zwischenstopp für unseren Peter. Hier kann durch die gute Fluganbindung auch ohne Probleme ein Crewwechsel stattfinden.

Îles des Saintes

Bonjour! Et oui – schon wieder eine französische Insel! Oder besser gesagt: eine französische Inselgruppe. Sie besteht aus neun Inseln, wobei nur die beiden Hauptinseln Terre-de-Haut und Terre-de-Bas bewohnt sind. Auf diesen beiden Inseln wohnen insgesamt ungefähr 2700 Menschen, das sind etwa halb so viele wie in Kiel-Schilksee. Wie auch schon die Insel der letzten Woche, Marie Galante, gehören die „Inseln der Heiligen“, was ihr Name übersetzt bedeutet, zum Département Guadeloupe und damit zu Frankreich. Und auch sie wurden 1493 von Kolumbus entdeckt und benannt, diesmal allerdings nach dem Tag seiner Ankunft dort: Allerheiligen.

Auf Terre-de-Haut kann man einen ganz besonderen Naturhafen bestaunen sowie das „Fort Napoléon“, eine Festung, die den Eingang des Hafens früher militärisch schützen sollte. Einen solchen Schutz konnte man vor ein paar hundert Jahren auch gut gebrauchen, denn die Îles des Saintes gehörten nicht immer zu Frankreich. Zwischen der Ankunft der ersten Franzosen und der endgültigen Zuordnung zu Frankreich im 19. Jahrhundert stritten sich Frankreich und England fast 200 Jahre um diese Inselgruppe – aufgrund ihrer hervorragenden strategischen Lage.

Für uns ist dieses Ziel aus anderen Gründen attraktiv und sicher einen Besuch wert: Die Îles des Saintes gelten heute mit ihrem türkisblauen Wasser, ihrer einzigartigen Natur und ihren wunderschönen Buchten als Segel- und Tauchparadies. Hier befindet sich sogar laut UNESCO die drittschönste Bucht der Welt! Es gibt hier einiges zu erleben: Wanderungen mit atemberaubendem Ausblick, Sandstrände in allen Farben oder die karibische Gastfreundschaft. Die Peter-Crew ist hier also genau richtig aufgehoben, und es lohnt sich sicher, hier mal den Anker fallen zu lassen und ein bisschen zu verweilen.

Ausblick über eine Bucht auf Terre-de-Haut, Les Saintes. © Iryna Shpulak/Shutterstock

Marie Galante

Die Insel Marie Galante gehört zum französischen Überseedépartement Guadeloupe und ist den Hauptinseln in etwa 15 Seemeilen Entfernung südöstlich vorgelagert. Die dünn besiedelte Insel ist nahezu kreisrund und im Allgemeinen flach, weshalb sie auch als „la grande galette“, zu Deutsch „der große Pfannkuchen“, bezeichnet wird.

Entdeckt wurde Marie Galante 1493 von Kolumbus auf seiner zweiten Reise. Er benannte sie nach dem Flaggschiff seiner Flotte. Neben den typisch karibischen Sandstränden und Kolonialbauten finden sich auf der Insel sehr viele Windmühlen. Zeitweise waren es über 100, was der Insel den Beinamen „Insel der 100 Windmühlen“ einbrachte. Erbaut wurden die Mühlen zur Verarbeitung von Zuckerrohr, welches hier in der Kolonialzeit im großen Stil angebaut und zu Rhum agricole verabeitet wurde, wofür das Eiland bereits im 18. Jahrhundert berühmt war. Heute existieren noch etwa 70 dieser Windmühlen, die aber großteils verfallen sind. Einige wenige wurden jedoch restauriert und können besichtigt werden, ebenso wie die drei noch exstierenden Rumdestillerien, in denen weiterhin Rhum agricole hergestellt wird.

(CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=555853)

Martinique

Insel der Blumen

Martinique ist die zweitgrößte Insel der Kleinen Antillen. Sie heißt in der Sprache der Ureinwohner Madinina, die Blumeninsel. Dieser Name ist Programm. Die Insel hat eine unglaublich reiche und bunte Flora, sowohl im Naturschutzgebiet, das fast die gesamte Insel umfasst, als auch in zahlreichen Gärten.

Die unberührteste Natur findet sich im Norden der Insel. Hier können Regen- und Mangrovenwald bestaunt werden, sowie zahlreiche Wasserfälle. Außerdem befindet sich hier der Mont Pelée, der aktive Vulkan der Insel. Der „kahle Berg“ ist 1397 m hoch und kann auch bestiegen werden. Durch den vulkanischen Charakter der Insel gibt es hier, neben den für die Karibik typischen weißen Sandstränden, auch Strände mit schwarzem Sand.

Auf der Insel wird französisch gesprochen und sie gehört auch immer noch zum französischen Staatsgebiet und damit zur EU. Somit können die Crewmitglieder hier tatsächlich einmal nach Hause telefonieren, um von der schönen Insel zu berichten.

St. Lucia

Die Insel St. Lucia liegt im Süden der Karibik und befindet sich knapp 50 km nördlich von St. Vincent und die Grenadinen. Sie hat eine Fläche von ca. 616 km2 was somit etwas kleiner als Hamburg ist. Die Bevölkerungsdichte ist allerdings um einiges geringer.

Da die Amtssprache Englisch ist, sollte die Verständigung auf der Insel möglich sein. Allgemein ist die Insel für ihre beiden Vulkane bekannt, welche in einem Naturschutzgebiet stehen und mit zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Die Insel bietet des weiteren Strände, Mangrovenwälder und Wasserfälle. Mit dem Boot sind des Weiteren wunderschöne Buchten zu entdecken.

Die Lebenserhaltungskosten liegen im Schnitt 20% unter denen in Deutschland, somit ist die Insel kein schlechter Ort zum Verweilen und die Vorräte aufzufüllen. Während des Dezembers hält sich die Peter-Crew zur Trockenzeit und somit auch der kühlsten Zeit des Jahres auf der Insel auf. Da das dann immer noch durchschnittlich 21 C° sind, sollte Weihnachten recht sonnig werden.

Bequia

Insel der Wolken und Schildkröten

Bequia, die Wolkeninsel, wie sie auch von ihren Ureinwohnern genannt wird, ist mit 18 km2 die größte Insel des vincentischen Teils der Grenadinen, welcher ein unabhängiger Inselstaat in der Karibik ist. Die Insel liegt etwa 14km südlich der Hauptinsel St. Vincent, von wo man entspannt innerhalb von einer Stunde mit der Fähre an der kleinen Insel ankommen kann. Hauptort auf Bequia ist Port Elizabeth, welcher 839 Einwohner umfasst. Dies ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für Yachtabenteuer und Zielhafen für das Wichtigste, was Segelende und Touristen benötigen. Bequia ist aber nicht nur für Segelnde ein wahres Paradies, wer gerne taucht und mit Delfinen oder Karettschildkröten schwimmen möchte ist hier genau richtig. Allerdings muss auf die starken Strömungen zwischen den Inseln geachtet werden. Im Gegensatz zu den Strömungen im Wasser ist die Stimmung an Land pure Gelassenheit. Dies ist bei dem Anblick auf türkisblaues Wasser, die feinen Sandstrände, Kokospalmen, Felsküsten und die wunderschöne und außergewöhnliche Fauna und Flora auch nicht anders zu erwarten. Kein Wunder also, dass die Bewohner es dort bis 1970 ganz ohne Strom und Telefon ausgehalten haben.

(Cruise mapper: https://www.cruisemapper.com/ports/bequia-island-port-462)

Canouan

Etwa 5 Meilen nördlich der Tobago Cays liegt Canouan. Beliebt ist diese Insel bei den Wohlhabenden aufgrund mehrerer Luxusresorts und bei Gamern (virtuell in GTA Online), da man dort anscheinend leicht an Geld kommt. Auf Google-Maps hat die Insel deshalb über 400 Bewertungen mit durchschnittlich 4,7 Sternen.

Trotz ihrer geringen Größe von 7,6 km2 und einer Einwohnerzahl von unter 2000, gibt es auf der Insel einen Flughafen, einen Golfplatz und ein Casino. Laut der Webseite wikivoyage.org befindet sich die nördliche, größere Inselhälfte inzwischen im Privatbesitz von Trump International.

Von Canouan Estate, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canouan_Island_aerial_view.jpg

Im Norden liegt auch der Mount Royal, welcher mit einer Höhe von 235 m, der höchste Berg der hügeligen Insel ist. Umgeben ist sie von kleinen Buchten, abgeschiedenen weißen Sandstränden und einem der größten Korallenriffe der Karibik, das zum Tauchen und Schnorcheln einlädt.

Tobago Cays

Ungestört schwimmen mit Schildkröten

Ein paar Meilen nördlich von Grenada befindet sich die Inselgruppe Tobago Cays. Diese fünf unbewohnten Inseln eignen sich ganz besonders für junge Seeleute, um die Seele baumeln zu lassen. In 5 Minuten ist es möglich vom Baradal Beach nach Petit Rameau zu schwimmen und das in Begleitung einer Schildkröte.

Vor der Atlantikdünung braucht man sich hier nicht fürchten. Das aufgrund seiner Form sogenannte „Horse Shoe Riff“ östlich des Archipels schützt die Inseln vor den energiegeladenen Wellen. Nur wer sich auf Petit Tobac befindet, welches süd-östlicher davon liegt, bekommt vielleicht nasse Füße.

Von atollresearchb1751861smit, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Atoll_research_bulletin_(1975)_(20336649362).jpg

Auch wenn die Inseln unbewohnt sind, ist man hier doch nicht ganz allein. Nicht wenige Blauwassersegler genießen hier den Schutz des Riffs und lassen den Anker herab (hier gibt es offensichtlich keinen Hafen).

Von FishSpeaker CC BY 3, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tobago_Cays_Sunset_Panorama_-_panoramio.jpg