Ein Sommer- ähh Wintertag auf St. Lucia

Genau zwei Monate nach dem Zieleinlauf bei der ARC haben wir gestern wieder in der Marina Rodney Bay auf St. Lucia festgemacht. Unser Plan den karibischen Karneval (für die Norddeutschen: Heute am 11. Februar ist Rosenmontag) auf dieser Insel zu erleben, wurde aber von der Aussage des Dockmasters heute morgen zerschlagen. St. Lucia hat als so ziemlich einzige Insel den Karneval in den Juni verlegt. Wir haben es also geschafft, monatelang in der Karibik herum zu schippern und ausgerechnet an Karneval auf einer narrenfreien Insel zu landen. Tja, da war wohl gemeinschaftliche Nulperei im Spiel!

Aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen, die Sonne scheint, der Strand ist um die Ecke, und von unserem ersten Aufenthalt haben wir „Mama Marie´s“ leckeres Essen noch gut in Erinnerung. Gesammelt verholt sich die Crew also an den Strand, wo wir nach einer kleinen Schnorchelrunde leckeren Eintopf bei Marie bestellen. Der Schiffer Andreas spendiert im Anschluß eine Runde Rum Punch – ja, wir haben´s schon ganz gut hier! Und diesmal nutzen wir auch die Gelegenheit, uns auf der voll beschriebenen Bar von Marie zu verewigen.

Morgen wollen wir noch etwas mehr von der Insel als den lokalen Strand erkunden. Michi steht derweil schon wieder in der Pantry und der Geruch läßt ein schmackhaftes Abendessen erwarten.

Beste Grüße von St. Lucia,

Andrea und die PvD-Crew

 

 

Grüße von Guadeloupe

Hallo an alle fleißigen Blogleser!

Schon wieder nähert sich eine Etappe ihrem Ende, am Samstag ist Crewwechsel, weshalb wir seit heute Nachmittag auf Guadeloupe im Hafen von Point-à-Pitre festgemacht haben. Die meisten haben schon eine ausgiebige Süßwasserdusche nach zwei Wochen mit fast ausschließlich Salzwasser auf der Haut genossen. (P.S.: Das macht aber schön blonde Haare, besonders in Kombination mit karibischer Sonne). Fidi und Eike bereiten leckere Pizza zum Abendessen vor, und der Rum samt weiterer Zutaten sind natürlich schon kalt gestellt. Jede Insel hält da ja neue Spezialitäten bereit, ich sage nur „sehr sehr lecker das Zeug!“.

Zwischen Barbuda und Guadeloupe waren wir noch für zwei Tage auf Nevis, das mit St. Kitts zusammen einen unabhängigen aber doch sehr englisch geprägten Staat bildet. Der Strand konnte nach Barbuda nur enttäuschen. Die Strandbar Sunshine haute dafür mit ihrem Rum Punch „Killer Bee“ so manches Crewmitglied vom Hocker.

Morgen steht wieder Großreinemachen an, davor werden wir aber bestimmt leckere Croissants zum Frühstück haben. Die französichen Antillen haben da schon so ihre Vorteile, auch wenn es sprachlich manchmal etwas holprig zugeht.

Liebe Grüße von Etappe 7!

Immer diese Ohrbölinsel

Jeden Abend, den wir in der Marina in Las Palmas verbracht haben, bot sich uns ein unglaublicher Blick auf zwei vor Anker liegende Ohrbölinseln. Und so sieht das ganze dann aus:

Warum Ohrbölinsel? Deshalb:

Mittlerweile sind wir wieder auf La Gomera angekommen. Ursprüngliches Ziel war der Yachthafen Puerto Colon an der Südseite von Teneriffa. Nachdem sich die Wind- und Wellenbedingungen an der Südspitze der Insel aber in den Morgenstunden schnell und drastisch geändert hatten, haben wir uns entschieden, direkt wieder den Hafen von San Sebastian auf La Gomera anzulaufen. Nach einer windigen Überfahrt mit 25 bis 30 Knoten Wind aus nördlichen Richtungen haben wir den Hafen gegen Mittag wohlbehalten erreicht und den Nachmittag mit der Durchführung kleinerer Reparaturarbeiten verbracht.

Wir werden diesen Besuch auf der Insel voraussichtlich auf zwei volle Tage ausdehnen und am Sonnabend dann Kurs auf La Palma nehmen.

Viva España!

In den frühen Morgenstunden hat der Peter gestern in La Coruña festgemacht. Die Überfahrt von Brest war recht harmlos, sie hat uns freundlich durchgewunken, die Biskaya! Mit Winden zwischen 3 und 5 Bft. sind wir bestens zurechtgekommen, wenn diese auch wie immer von vorn kamen. Netterweise sind auch die Wellen viel länger geworden und schieben sich ganz unauffällig unter einem durch. Beste Vorraussetzungen zum Angeln also. Haben wir auch gemacht. Fast erfolgreich. Wenn sich jetzt nur noch die Fische dafür interessieren würden und nicht die dämlichen Vögel…wir arbeiten dran!

Tja und nun sind wir im fernen Süden angekommen, mit Palmen und so und zack: Regen! Scheint uns irgendwie zu verfolgen. Aber von unterschiedlichen Seiten ist uns zumindest für heute ein bisschen Sonne zugesichert worden. Das würde helfen, das Ölzeugschapp trieft…
Ansonsten schieben wir jetzt erstmal eine ganz ruhige Kugel und bleiben mindestens bis heute Abend im Hafen. Peter geht es prächtig, der Crew auch.

Herzlichst, Maike für PvD mit Crew

Bild: cesarastudillo, CC-BY-NC 2.0

Peter auf der Biskaya

Nach ein paar erholsamen Hafentagen und Austausch von 6 Crewmitgliedern
hat der Peter von Danzig Brest im Kielwasser zurückgelassen und sich
hinausgetraut auf die berüchtigte Baye de Biskaye. Anfangs schiebt der
Wind noch aus (man höre und staune) östlicher Richtung, dreht dann aber
bald gewohnheitsmäßig auf die Nase und frischt auf 5-6 Bft. auf.

Und die große, weite See hat dann auch bald einiges zu bieten. Während des
ersten Vorsegelwechsels ruft Lutz plötzlich vom Vorschiff: Delfine,
Delfine! Die Genua muss kurz warten, erst mal Tiere gucken. Die Gruppe
wuselt unterm Bug durch, surft ein bisschen auf der kaum vorhandenen
Bugwelle und verschwindet nach ein paar Minuten. Auch beim Wechsel auf
Klüver und Fock haben wir wieder tierische Zuschauer, zur großen Freude
unsererseits. Später begleiten uns noch zwei Delfine längsseits und
springen in voller Länge aus dem Wasser. Tolle Sache Nr. 35 also
schonmal abgehakt 🙂
Zwischendurch beansprucht ein kleiner Vogel unsere Aufmerksamkeit,
offenbar vom Kurs abgekommen und erschöpft, versucht er zunächst, an Deck
ein lauschiges Plätzchen zu finden. Sagt ihm wohl nicht so zu, deshalb
zieht er kurzerhand unter Deck in unseren Petersilienbund. Scheint auch
seefest zu sein. Stubenrein nicht so…
Montagmorgen gibt´s achteraus nochmal Meeressäuger zu gucken, diesmal
größer, schwarz und mit stumpfer Nase. Kleine Wale vielleicht? Jedenfalls
auch hübsch anzuschauen.
Ansonsten gibt´s hier nichts zu sehen. Keinen Baum, keinen Strauch, kein
Land, kein Schiff. Nix. Nur das Meer.
Hochseesegeln ist was Feines.

Maike für die PvD-Crew

PS: Am Mittag des 08.10.2012 verschied unser gefiederter blinder
Passagier. Zeitpunkt des Todes: ca. 13.00. Todesursache: Tod durch
Erschöpfung.

PvD in Brest

Hallo liebe Segler, ich bin’s, der Peter. Meine Crew hat mich in Brest in der Marina du Chateau festgemacht und momentan wird großes Reinschiff gemacht. Das ist so was wie Duschen für die Segler aber mit „Hinter-den-Ohren-Waschen“ und Bauchnabel ausräumen 🙂 Demnächst ausführlich und mit Bildern mehr, ab in zwei Stunden bin ich auch wieder im Netz. Euer Peter von Danzig!

Tag der Deutschen Einheit

Hallo liebe Freunde. Heute feiert der „Peter von Danzig“ den Tag der Deutschen Einheit. Am Morgen hatten wir noch stürmischen Wind gegenan. Heute Nachmittag sind es nur noch Bft 4 (auch gegenan). Wir stehen ca. 18 Meilen nördlich Roscoff, und sind vorraussichtlich morgen in Brest.

Alles Gute von Schiff und Mannschaft, Sören o/b PvD

Nachricht aus Cowes

Wir freuen uns über eine neue Nachricht aus Cowes, wo der Peter Samstagnacht festgemacht hat:
 
Junge Junge Junge…!
Das Flaggschiff des ASV i.K. hat im Segelmekka Cowes festgemacht! Der Peter fühlt sich wie ein Fisch im Wasser, denn in dieser Stadt paddelt, schwimmt, dümpelt, aber vor allem segelt alles, wirklich alles auf dem Wasser umher. Der Solent zwischen der Isle of Wight und dem englischen Festland brodelt vor Aktivitäten und die Crew des Peter von Danzig erfreut sich bester Stimmung. Wir haben die rosa Mützen von ,,Kiel Sailing City“ ausgepackt und nehmen das Leben nicht ernster als unbedingt nötig. Wir hoffen weiterhin auf freundliche Unterstützung derer, die an Land der Dinge harren, und verbleiben mit freundlichstem Gruß!
Maike für Peterchen und Crew (die sämtlich wohlauf sind)
 
Auch ein paar Bilder waren diesmal dabei: