The Baths

Nachdem wir die Nach an einer Mooring vor dem Bitter End Yacht Club auf Virgin Gorda verbracht haben und ein bisschen deren Facilities nutzen konnten, sind wir früh morgens zu den Baths, einer Sehenswürdigkeit im Süden der Insel, aufgebrochen. Der Plan war vor der gesammelten Charterflotte eine Mooring zu bekommen und den Ort noch ein bisschen für uns zu haben. Bei unserer Ankunft um 7 waren jedoch die meisten Plätze schon belegt. Erfreulicherweise haben sich die Leute an Land und zu Wasser gut verteilt, dass zumindest in den ersten Stunden Schnorcheln und Landgänge noch recht gut möglich waren. Einige Stunden später, konnte man vor lauter Leuten den Strand fast nicht mehr sehen. Wie ein älterer Segler, den die Vorcrew kennengelernt hat, sagte, sind die BVI touristisch perfekt erschlossen – mit allen Vorteilen und allen Nachteilen. Vorteil ist zumindest, dass ich jetzt in der Bucht auf dem Peter sitzen kann und mit Wlan diesen Artikel schreibe.

Beste Grüße in den Schnee im Namen der ganzen Crew

Zwei alte Bekannte

Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass dieses Update erst lange nach dem Ende der Vendée Globe hier gepostet wird. Dies härteste aller Segelregatten ist eher das Gegenteil zu unserer keineswegs überstürzten Flucht. Für mich rundet dieser kurze Nachtrag trotzdem meine persönliche Flucht in die Karibik ab.

Am Ende der letzten Etappe lagen wir in Brest neben den Booten von Bernard Stamm und Javier Sansó. Beide bereiteten sich mit Cheminées Poujoulat bzw. ACCIONA 100% EcoPowered auf die Vendée vor, die in wenigen Wochen beginnen würde. Ich weiß noch wie ich lange neben diesen Rennmaschinen stand und mir ehrfurchtsvoll die teflonbeschichteten High-End Beschläge, das stehende Gut aus Dyneema und die Hutzen für die riesigen Steckschwerter angesehen habe. Ich hatte erst kürzlich das Video des „Keelwalkers“ Alex Thomson gesehen und stellte mir nun diese hochgezüchteten Racer, die an jedem Gramm sparen, in den stürmischen Winden der Roaring Fourties und Furious Fifties vor. Würden sie ähnlich hart kämpfen müssen wie der Peter und seine Besatzung auf der Nordsee und im englischen Kanal oder würden diese todesmutigen Skipper auch dort unten noch zu werbewirksamen Späßen aufgelegt sein, welche wir dann im warmen Wohnzimmer im Livestream verfolgen würden können?

Von beiden Schiffen war mir die Acciona die sympathischere. Ich kenne mich in der Profiseglerszene nicht besonders gut aus und wusste damals nicht, dass Stamm als Pechvogel bekannt ist, der schon häufig bei der Vendée angetreten ist, dem aber immer wieder technische Pannen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Daher sollte man ihm sicher bei diesem Anlauf die Daumen drücken. Schöner war seine Cheminées Poujoulat in ihrem strahlenden Gelb auf jeden Fall; und wir sahen morgens noch, wie sie majestätisch unter Großsegel die mächtigen Molenköpfe der bretonischen Hafenstadt passierte. Vielleicht fiel deshalb die Wahl auf die Acciona, weil sie dort, wo bei anderen Schiffen die Fußreling ist, auf der kopletten Schiffslänge Photovoltaikzellen hatte und auch sonst keine fossilen Brennstoffe für die Erdumrundung verbrauchen sollte. Dieses Konzept fand ich konsequent und einleuchtend. Wen ich während der Regatta anfeuern würde, war im Prinzip egal. Ich fand es einfach nur spannend hier diese Seglerprominenz aus der Nähe sehen zu können.

Nun ist die Vendée schon länger beendet und der Sieger, François Gabart, ist nur ein Jahr älter als ich (das Fernweh, dass welches dadurch in mir ausgelöst wird, ist einen ganzen eigenen Blogeintrag wert). Von den gestarteten 20 Skippern sind nur elf ins Ziel gekommen und unsere beiden alten Bekannten aus Brest waren nicht darunter. Bernard Stamm wurde disqualifiziert, weil er zur Reparatur in Australien an einem russischen Tanker längseits ging. Die Deckshand des Russen wusste nicht um die strengen Regeln der Vendée und sprang auf sein Vordeck um ihm beim Belegen der Leinen zu helfen. Dies hat der pflichtbewusste Stamm der Rennleitung gemeldet und wurde darauf disqualifiziert. Hilfe anzunehmen ist bei diesem unbarmherzigen Rennen verboten.

Javier Sansó hat seinen Kiel im Atlantik verloren und konnte noch hunderte Meilen mit gut getrimmtem Wasserbalast weitersegeln, bevor er schlussendlich doch kennterte. Die verlinkten Videos zeigen einen verzweifelten Helden, der eine Patenthalse nach der nächsten fährt und das traurige Ende eines Hochleistungsrenners, kieloben. Wenn man genau hinschaut, sieht man noch die Photovoltaikleiste auf Höhe der Fussreling.

Beeindruckende Bilder, die in mir vor allem ein Gefühl auslösen. Dankbarkeit darüber, dass unser Peter sehr solide und nicht nur für eine Regatta gebaut ist. Sondern für alle Widrigkeiten, die die Meere für ihn und seine Crew bereit halten. Mast und Schotbruch und bis bald auf den Azoren!

Jan-Ole

Von Schildkröten und Magrovenpaste

Mit neuer Crew und vollem Proviant ist der Peter nunmehr unterwegs zu den British Virgin Islands. Für 3 Nächte lagen wir zuvor in der Simpsons Bay Marina um Schiff und Vorräte für die 12te Etappe klar zu machen.

Der erste kleine Schlag ging von St.Maarten aus Richtung einer kleinen vorgelagerten Insel, um die Crew nach Wunsch des Schiffers „einzuschaukeln“. Die kleine Insel mit Namen „Tinta Mare“ bot aber noch mehr: Auf den Seegraswiesen vor dem Strand gingen Wasserschildkröten ein und aus und ließen einen gut und gerne auch auf Armeslänge heran (natürlich wird nicht angefasst).

Auch die ersten Smuts haben ihre Arbeit aus der neuen Etappe bereits aufgenommen und dabei einem altbekannten Gericht zu neuem Glanze verholfen: Das bereits häufig an Bord gereichte Avocado-Püree mexikanischer Art war unserem Smut Christian entweder zuwider oder zu fremd. So reichte er in einem 3-Gang-Mittagsmenu neben Tortilla-Chips, Bohnen und Speck und Obst aus der Dose eine sog. „Magrovenpaste“.

Nach entspannter Nachtfahrt sind wir nunmehr auf den BVIs angekommen und einklariert.

Dazu später mehr.

Für die PvD-Crew Moni & Tim

Etappe 12 hat begonnen

Inzwischen sind alle Mitsegler von Etappe 12 eingetroffen. Gleich werden wir ablegen und heute Abend wahrscheinlich bei einer unbewohten Insel in der Nähe ankern. Von dort planen wir am Montagabend in Richtung British Virgin Islands aufzubrechen.

Das Wetter ist einfach nur traumhaft und insbesondere die Neuankömmlinge, die am Freitag morgen nach bei leichtem Schneefall im Taxi zum Flughafen gefahren sind, können es kaum glauben, können ihr Glück kaum fassen

Viele Grüße von er gesamten Crew, Claas

Barbuda

Nach den erhabenen weit sichtbaren Vulkaninseln erhebt sich Barbuda nur flach über den Meeresspiegel und kommt erst auf den letzten Seemeilen in Sicht. Langsam verholen wir uns in eine große Bucht am Cocoa Point und sind in der Karibik angekommen. Türkisblaues Wasser und weißer Strandsand  mit Palmen erfüllen endlich jegliches Klischee der Karibik.

Mit dem Dinghi Shuttle geht’s an den Strand und der Grill wird angeworfen. Leider ohne Fisch, aber wir sind ja auch Segler und keine Angler. Die vorsichtshalber vorher an Bord genommenen Burger kommen auf den Grill und werden am Strand mit einigem Rum Punch  genüsslich verzehrt.

Am nächsten Tag geht es mit dem Cab Driver George über staubige Sandpisten zur Fregattvogelkolonie. Gekonnt umkurvt George auf der „Straße“ herumlungernde Esel. Geroge entpuppt sich als wahrer Touri-Guide und erzählt uns alles über die Insel. Am meisten beeindruckt mich ein Geschäftsmodell der Insulaner: Sie verkaufen den Sand, auf dem sie sitzen. Vielleicht was für zu Hause?

Mit einem Schnellboot geht es in der großen Lagune zu den Fregattvögeln. Die haben die Kunst des Fischens perfektioniert – sie lassen fischen. So sitzen sie zu Hunderten gelangweilt auf den Mangroven rum und lassen sich willig fotografieren.

Am späten Nachmittag geht’s  unter Großsegel dem Sonnenuntergang entgegen gen Philipsburg.

 

Sonnige Grüße vom Traumstrand,

Chrischi und die PvD-Crew

Erstaunliches Erlebnis im Supermarkt

Ich habe gerade fürs Früstück auf dem Peter eingekauft und bin dafür in den Supermarkt gegangen. Leider waren dort die Kassen ausgefallen. Dies führte jedoch nicht dazu, dass, wie man es jetzt vielleicht aus Deutschland kennen würde, nichts mehr möglich war, sondern alles ging ein bisschen langsamer, weil die Kassiererinnen die Preise aus dem Kopf, oder mit Nachforschung im Laden, per Hand auf einen Zettel schrieben und dann kurz zum einzigen Taschenrechner im Laden liefen um alles zu addieren. Ein kleines Problem enstand, als ich eine 300g schwere Zwiebel auf die Wage legte und nun die Kassiererin den Kilopreis von 6,15$ auf 300g herunterrechnen musste. Ich konnte ihr jedoch durch blitzschnelles Dreisatzrechnen den Preis sagen und habe dabei sogar 0,5c Gewinn gemacht. Bei 425g Tomaten resignierte die Kassiererin jedoch und schrieb einen Pauschalpreis auf. Da sie mir leider den Kilopreis nicht sagen konnte, konnte ich nicht nachrechnen, ob es fair war. Dieses erstaunliche, für die Karibik, die eher mit einer „no pressure“ Einstellung trumpft, untypische Erlebnis werde ich auf jeden Fall in Erinnerung behalten. Zum Früstück gab es dann übrigens warme Dosenmakrele in Tomatensoße mit  Brot und hartgekochtem Ei. Dies hat mir gestern Morgen auf Anguilla Dj ChuChu aus Jamaika als ein typisch jamaikanisches Frühstück zubereitet und ich wollte es der Petercrew nicht vorenthalten.

PvD auf St. Maarten

Nach einem sehr schönen Tag auf Barbuda mit Grillen am Strand und Ausflug zu den Fregattvogelbrutstätten in den Mangroven sind wir gestern in der Nacht mit Backstagsbrise zurück nach St. Maarten gesegelt. Nach einem Einkaufsbummel durch Philippsburg am Tag haben wir nachmittags unseren alten Liegeplatz in der Simpson’s Bay Marina wieder eingenommen. Mit Klarschiff und Captain’s Dinner geht morgen die elfte Etappe ihrem Ende entgegen.
Ausführlicher Bericht und Fotos folgen.

Gruß,
Kay in Namen der PvD-Crew.

Seabreeze…it’s like a drink.

Mit dieser höchstinformativen Erklärung brachte uns heute die Bedienung des Admiral’s Inn auf Antigua einen Cocktail näher. Die erste Runde übernahm dankbarerweise die Wachführung und auch sonst hat die aktuelle PvD-Crew in Nelson’s Dockyard auf Antigua eine Zeit mit viel Spaß und schöner Aussicht verbracht.

In English Harbour liegend gabs zuerst zur Reaggae-Party auf den Shirley Heights mit entsprechendem Barbecuen und toller Aussicht auf Hafen und Sonnenuntergang. Inkl. Shuttle vom Lieblingstaxifahrer und Bob Marleys Hits. Dann die Benutzung der Freemans Bay, die eigentlich den lokalen Hotels vorbehalten ist, aber dennoch mit dem Dinghi erobert werden konnte. Zum Schluss noch etwas Arbeit am Peter, um für die nächsten Fahrten gewappnet zu sein.

Nun führt uns die Weg morgen in aller Frühe nach Barbuda, um von dort aus nordwärts zum Ende der Woche wieder in Sint Maarten anzukommen.

Für die PvD-Crew
Moni & Tim

ASV hilft …

Es war nett auf Guadeloupe, aber andere Länder haben auch hübsche Inseln, wir setzen also Segel nach Antigua. Nachmittags geht’s nach der letzten Trommel Wäsche los und wir verlassen Hafen und Bucht von Pointe-à-Pitre. Der Wind dreht ein wenig motivationslos in der Gegend herum, entscheidet sich dann aber dauerhaft für Ost und wir kreuzen mit G3 und Groß im ersten Reff gegenan, um zwischen der Ostspitze von Grand Terre und La Désirade hindurchzulaufen. Danach ist es ein Anlieger auf English Harbour, Antigua. Wir haben eine sternklare Nacht aus dem Ponyhof-Wunsch-Bilderbuch Karibik, Teil 1. Der Wind pendelt zwischen 16 und 21 kn, die Welle schiebt meist ein wenig mit und wir machen gute Fahrt. Wir erreichen Antigua mit der Morgensonne, der Hafen ist noch nicht wach, der Harbour Master auch nicht – und bevor der uns keinen Liegeplatz zuweist, dürfen wir nicht an Land. O.K. – es ist Sonntag. Wir kreiseln im Hafen herum und haben wieder einmal eines der kleineren Schiffe. Gegen neun Uhr dürfen wir dann festmachen und Ole verschwindet für eineinhalb Stunden zum Behördendreikampf an Land: Harbour Master, Zoll, Immigration Office – Ole allein beschäftigt sechs Beamte und sie ihn. – Wir dürfen an Land, die Nationalpark-Verwaltung betreibt die Duschen und möchte pro Kopf zwei US-Dollar. Barbara hat die HASPA gesichtet, geht auf Besuch und bringt Gäste und Kaffee mit zurück. Unserer war alle und Gäste sind sowieso willkommen.

Im übrigen verteilt sich die Crew in der Gegend auf der Suche nach Stränden, Postkarten und Getränken im Schatten. Alle sind erfolgreich. Zum gemeinsamen Abendprogramm bringt uns ein freundlicher Taxifahrer (Nissan-Minibus für bis zu 14 Personen) mit frommer Mütze und gelb-buntem Hemd. Ziel ist Shirley Heights, hoch oberhalb von English Harbour. Es gibt Life-Musik, Gegrilltes zu moderaten und Getränke zu halbwegs moderaten Preisen. Wir mischen uns unter Kreuzfahrer, britische Hotelgäste aller Altersstufen und nur recht wenige Einheimische und senken den Altersdurchschnitt der Veranstaltung. Eine 20-köpfige Steelband spielt sich langsam ein, alles trinkt und isst und wippt ein wenig mit den Füßen. Ab 18 Uhr wird allseits die Nahrungsaufnahme unterbrochen, Fotoapparate werden gezückt und das Defilee der Gäste erwartet den Sonnenuntergang. Tourismusgerecht fällt die Sonne heute noch vor Snapper Point theatralisch ins Wasser, statt etwas weiter nebenan profan hinter dem Berg zu versinken. Die Steelband forciert das Tempo, sämtliche erwartbaren karibischen Gassenhauer sind durch und irgendwann tobt reiner Rhythmus. Die Partymeute swingt sich ein. Als das Dunkel die Dämmerung besiegt hat, hauen die Steeldrum-Jungs noch mal richtig drauf – und sind nach kurzem Crescendo auf einmal ganz fix weg. Die Reggae-Combo übernimmt die angewärmte, vorgeglühte Feiergemeinschaft und unsere Crew sucht sich passende Stehplätze. Ronny hat schon.

Ich setze mich irgendwann auf eine Mauer mit Blick über die Bucht. English und Falmouth Harbour geben hintereinander ein wunderbares Lichterpanorama, der Sternenhimmel tut das Seine dazu und über mir steht klar der Orion – Karibik-Bilderbuch, Teil 2. Die Reggae-Musik trägt zur Stimmung bei, es geht uns gut.

Wieder einmal geht mir durch den Kopf, dass uns allen das Leben mal gewaltig in die Fresse haut und dass wir alle unser Teil zu tragen oder runterzuwürgen haben. Abende wie dieser entschädigen – ASV hilft. Da sitze ich dann auf meiner Mauer, genieße die Karibik, vermisse meine Frau und freue mich auf zuhause, dem Winter zum Trotz. Aber wir haben noch Barbuda vor uns mit weiten Stränden, Segeln noch bei Tag und Nacht, mehr von Sint Maarten. Die Etappe ist noch nicht zuende und das ist auch gut so. Ich trage gerne kurze Hosen.

Und nun runter von der Mauer, zurück ins Getümmel. Einige Musik später wollen wir zurück auf’s Schiff, der freundliche Taxifahrer hat uns wieder und bringt uns heim.

Der Tag geht, Johnny Walker kommt … nicht in Frage  Wir haben schließlich Rum an Bord. (Wer kennt die Werbung noch?). Soll heißen: auch wenn einige schon in die Koje wollen, wollen andere noch den Absacker, schwatzen, laue Nacht. Karibik-Bilderbuch, Teil 3.

Der Tag heute sieht uns noch am Strand, beim Einkauf, bei ein wenig Arbeitsdienst an Bord. Noch haben nicht alle Nelson’s Dockyard ausreichend erkundet. Es ist britisch, museal und sehenswert. Und auf irgendeiner Veranda wartet auch noch ein Planter’s oder ein Eistee auf mich. Oder beides. Morgen früh dann Kurs Barbuda.

Soweit, ich muss an Deck. Die Touristen von den Kreuzfahrtschiffen werden durch den Hafen geführt und anständige Segler haben Positur und Kolorit zu geben. Gehabt Euch wohl, kommt gut durch Eure Tage! Wir grüßen, wir danken, wir stellen uns oben auf’s Foto, Jolly Sailor und so …

Am Ende vieler Worte: Kay für die und mit der Peter-Crew

Und dann kam der Präsident…

Verschlafen, nach einem ru(h)mreichen Abend, blinzeln die müden Augen der aufgehenden Sonne entgegen. Bas du Fort Marina.
Ein merkwürdiges Geräusch: Schnapp, schnapp. Pause. Schnapp. Auf der Grünfläche neben der „Capitainerie“ kniet ein Gärtner und schneidet vertrocknete Grashalme. Schnapp. Die spinnen, die Franzosen. Erstmal in den Salon setzen. Ein Stützkaffee später erneuter Kampf mit dem grellen Sonnenlicht beim Versuch, an Deck zu kommen.
Blick zur Capitainerie. Der Gärtner ist weg. Die quietschenden Bremsen einer Kolonne von Polizeiwagen, die direkt vor unserem Steg anhalten und ein Dutzend Polizisten ausschütten, zieht erst meine Aufmerksamkeit, dann meine Besorgnis nach sich. Es werden Straßensperren errichtet. Absperrband flattert im Wind, Funkgeräte rauschen.
Wir sind offenbar nicht der Grund für diesen Auftritt. Auf dem Weg zur Morgentoilette versperren uns die Beamten den Weg. „Access interdit!“ Aber Monsieur, wir wollen doch nur duschen! – Ach, das sind die Duschen? – *kurzer Funkspruch ins Handfunkgerät* – Der Weg zu den Duschen wird wieder freigegeben, es wurde wohl versehentlich das falsche Gebäude gesichert.
Zurück an Bord (die frisch gewaschene Wäsche ist auf dem Vorschiff zum Trocknen aufgehängt und stört wohl das Bild der TV-Kameras…). Daher kommt ein Mitarbeiter der Marina mit einem Dinghi längsseits. „Bitte die Wäsche entfernen, gleich kommt der Präsident!“ Der Peter liegt von Land aus gesehen hinter der Tribüne im Sichtfeld ;)…

Aber klar, wenn der Präsident kommt, dann räumt selbst der ASV mal auf.