{"id":2594,"date":"2023-03-25T03:58:34","date_gmt":"2023-03-25T02:58:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/?p=2594"},"modified":"2023-04-01T01:08:32","modified_gmt":"2023-03-31T23:08:32","slug":"viel-wind-anguilla-und-das-ende-einer-etappe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/2023\/03\/viel-wind-anguilla-und-das-ende-einer-etappe\/","title":{"rendered":"Viel Wind, Anguilla und das Ende einer Etappe"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem am Montag alle Kleingruppen und Einzelg\u00e4nger von ihren Erkundungsg\u00e4ngen zur\u00fcckgekehrt, die Chance einer S\u00fc\u00dfwasserdusche in einem Geb\u00e4ude genutzt und die exorbitanten Preise im Supermarkt bestaunt hatten, legten wir gegen Nachmittag mit dem Ziel Anguilla in Bitter End ab. So konnten wir noch im Hellen aus der engen Durchfahrt in offenes Wasser segeln und den ersten Schlag um den Norden der Insel hinter uns lassen. Im Gegensatz zu unserer \u00dcberfahrt zu den BVIs hatten wir dieses Mal nicht mit zu wenig Wind und \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Gebrauch der Dieselfock zu k\u00e4mpfen. Stattdessen hatten wir etwas mehr Wind aus Ost, also genau gegenan, so dass wir lieber gleich im 2. Reff und mit G4 abgelegt haben. So wurde dann auch direkt das Abendessenkochen bei Atlantikd\u00fcnung und quer dazu laufender Windsee zur sportlichen Gemeinschaftsaufgabe, nachdem der eigentliche Smut mit Seekrankheit zu k\u00e4mpfen hatte. Die ganze Nacht \u00fcber wurden weder Wind noch Wellen weniger und es gab, sp\u00e4testens nach dem Brotteig kneten, noch weitere Ausf\u00e4lle. Trotzdem war es eine sch\u00f6ne Nacht, mit Meeresleuchten und den Dank Neumond gut sichtbaren Sternen. Highlight war ein Komet, der immer heller wurde,  bis das Leuchten fast gr\u00fcn wirkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Lauf des Dienstags r\u00fcckte Anguilla in langen Schl\u00e4gen n\u00e4her. W\u00e4hrend die Wellen langsam nachlie\u00dfen, pustete der Wind munter weiter und bescherte uns dadurch noch weiteres Kreuzen bis zum Ankerplatz in der Road Bay. Kaum angekommen, machte sich ein Teil der Crew auf an Land und der Rest blieb zwecks Ankerwache beziehungsweise Schlafnachholen an Bord. So ging dann der erste Abend auf Anguilla eher schl\u00e4frig zu Ende. Mittwoch Morgen startete daf\u00fcr umso fr\u00fcher. Wegen des anhaltenden Winds wurde die zur\u00fcckbleibende Ankerwache auf 4 Personen angesetzt und die 12 Stunden Tageslicht kurzerhand in drei Wachen geteilt. Wir hatten direkt die erste Wache und w\u00e4hrend an Deck das shutteln begann, widmeten Jeike und ich uns einem bereits bekannten Problem, n\u00e4mlich der Proviantierung f\u00fcr die kommenden Etappen. Da uns bereits die n\u00e4chste Etappe nach Kuba f\u00fchren wird und sich die Versorgungslage dort \u00fcberhaupt nicht absch\u00e4tzen l\u00e4sst, gestaltet sich diese ganze Planung dieses Mal noch komplizierter und langwieriger, als ohnehin schon. Als dann unsere Abl\u00f6sung zur\u00fcck war, machten auch wir (Lennart, Jule, Jeike und Hanna) uns auf an Land. Der Plan war recht einfach: M\u00f6glichst nah am Wasser entlang auf einen H\u00fcgel steigen und anschlie\u00dfend in der n\u00e4chsten Bucht baden gehen. Auf der Karte war allerdings kein Weg eingezeichnet und nach einigem am-Ufer-auf-Steinen-herumklettern mussten wir uns eingestehen, dass die Steilwand tats\u00e4chlich einer Wand glich. Wir drehten also wieder um und standen etwas sp\u00e4ter wohl relativ verloren auf der Stra\u00dfe herum. Jedenfalls rief eine Frau von einer Veranda aus, wo wir denn hinwollten? Sie machte uns schnell auf einen Trampelpfad aufmerksam, der durch Gestr\u00fcpp den H\u00fcgel hinauff\u00fchrte. Oben haben wir an der Kante einige Sitzgelegenheiten gefunden, die wir prompt zur Mittagspause mit Blick auf die Ankerbucht nutzten. Einige schwei\u00dftreibende Kilometer sp\u00e4ter erreichten wir den Strand der Crocus Bay und st\u00fcrzten uns in die k\u00fchlen Fluten. Lennart war der Einzige, der seine Schnorchelausr\u00fcstung \u00fcber die Insel getragen hat und er schwamm direkt los Richtung Steilk\u00fcste, um die M\u00f6glichkeiten auszutesten. Wir anderen haben derweil das zwar herrlich klare, vor dem Strand aber relativ leere Wasser genossen. Lennart wusste sp\u00e4ter zu berichten, dass das definitiv der beste Schnorchelspot bisher war, mit vielen Fischen, bunten Korallen und einer Schildkr\u00f6te.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer weiteren Nacht in der Road Bay brachen wir am Donnerstag Vormittag zum letzten Mal auf dieser Etappe auf. Das St\u00fcck bis Sint Maarten war recht kurz und bis auf einige fliegende Fische nicht weiter spektakul\u00e4r. In der Simpson Bay gingen wir ein letztes Mal vor Anker, um auf die \u00d6ffnung der Br\u00fccke zu warten. Ungef\u00e4hr drei Stunden sp\u00e4ter lagen wir innerhalb der Br\u00fccke in der Simpson Bay Marina. F\u00fcr Freitag stand das gro\u00dfe Reinschiff auf dem Plan, aber da sich auch einige kleinere Reparaturen angesammelt hatten, legten wir lieber am Donnerstag Abend noch einen Arbeitsdienst ein. Nebenher schlachteten Svenja &amp; Frida auf dem Steg noch zwei der selbstgepfl\u00fcckten Kokosn\u00fcsse und wir lie\u00dfen sie uns beim Winschen Warten im Sonnenuntergang schmecken. Nach dem Abendessen gingen wir mit dem Gro\u00dfteil der Crew los und suchten uns eine Bar, wo wir einen Cocktail genie\u00dfen wollten. Da die Musik in der Soggy Dollar Bar zu laut war, lie\u00dfen wir uns letztendlich in einer Karaokebar nieder, wo wir unsere Gesangsk\u00fcnste auf Englisch,  Deutsch, Schwedisch und K\u00f6lsch zur Schau gaben und dadurch das restliche Publikum sehr am\u00fcsierten. Neben der schlechten Performance einiger, endeckten sogar ein Gesangstalent in unserer Crew. <\/p>\n\n\n\n<p>Heute fr\u00fch ging dann das gro\u00dfe Putzen los. Das Ziel war, m\u00f6glichst schnell fertig zu werden, damit jeder noch ein paar Stunden Zeit hatte, sich die Insel anzusehen. Wir nutzen diese Zeit dann, wie k\u00f6nnte es anders sein, um auf einen H\u00fcgel zu steigen. Diesmal zwar nicht der h\u00f6chste der Insel, daf\u00fcr aber in fu\u00dfl\u00e4ufiger Distanz zur Marina, mit einem sch\u00f6nen Ausblick \u00fcber die ganze Bucht und interessanten Bewohnern. So begegneten wir zweimal ziemlich gro\u00dfen Leguanen, die reglos in der Sonne sa\u00dfen und nur ab und zu ihre Augen auf uns fixierten oder blinzelten. Am fr\u00fchen Abend fand sich die ganze Crew wieder auf dem Peter ein, um dann zum Abschluss-Pizzaessen aufzubrechen. Im italienischen Restaurant verbrachten wir einen gem\u00fctlichen letzten gemeinsamen Abend.<\/p>\n\n\n\n<p>Hanna<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1536\" src=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2598\" srcset=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0001.jpg 2048w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0001-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0001-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0001-1536x1152.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mittagessen \u00fcber der Ankerbucht<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0000.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2600\" width=\"370\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0000.jpg 2000w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0000-300x226.jpg 300w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0000-768x578.jpg 768w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0000-1536x1155.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schnorchelspot in der Crocus Bay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1204\" src=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0002.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2601\" srcset=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0002.jpg 1600w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0002-300x226.jpg 300w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0002-768x578.jpg 768w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG-20230324-WA0002-1536x1156.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kokosnussschlacht auf dem Steg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-id=\"2604\" src=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/WhatsApp-Image-2023-03-25-at-03.35.01.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2604\" srcset=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/WhatsApp-Image-2023-03-25-at-03.35.01.jpeg 1600w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/WhatsApp-Image-2023-03-25-at-03.35.01-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/WhatsApp-Image-2023-03-25-at-03.35.01-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/WhatsApp-Image-2023-03-25-at-03.35.01-1536x1152.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Leguan auf Sint Maarten<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem am Montag alle Kleingruppen und Einzelg\u00e4nger von ihren Erkundungsg\u00e4ngen zur\u00fcckgekehrt, die Chance einer S\u00fc\u00dfwasserdusche in einem Geb\u00e4ude genutzt und die exorbitanten Preise im Supermarkt bestaunt hatten, legten wir gegen Nachmittag mit dem Ziel Anguilla in Bitter End ab. 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