{"id":1539,"date":"2013-01-31T23:49:29","date_gmt":"2013-01-31T22:49:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/?p=1539"},"modified":"2013-02-01T12:36:05","modified_gmt":"2013-02-01T11:36:05","slug":"wo-ist-der-kleine-peter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/?p=1539","title":{"rendered":"Wo ist der kleine Peter?"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem etwa 32 Stunden andauernden Schlag gen Norden mit 30 Knoten Wind aus Nordost kamen wir gestern Abend in dem Etappenziel- und Wechselhafen Le Marin auf Martinique an. Bereits bei Sonnenaufgang war Martinique in Sicht und dennoch haben wir dank Gegenstrom, -welle und &#8211; wind bis zum Sonnenuntergang gebraucht, um die letzten Seemeilen Rasmus, dem alten R\u00fcbenschwein, abzutrotzen. Der Hafen empfing uns bei einbrechender Dunkelheit mit unzureichend angemessenen freien Pl\u00e4tzen, so dass wir zwischen einer Motoryacht und einer 80 Fu\u00df-Segelyacht festgemacht haben. Und wieder einmal f\u00fchlten wir uns mit dem Peter als besseres Beiboot. \u00c0propos Beiboot: es wurde bereits vor kurzem in einem anderen Beitrag erw\u00e4hnt, dass wir das \u201ebeschissenste Dinghi der Karibik\u201c besitzen, dies soll hiermit noch einmal ausdr\u00fccklich bekr\u00e4ftigt werden. Weiteres bleibt jedoch einem gesonderten Bericht vorbehalten.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Wesentlichen. Auch wenn wir in Gr\u00f6\u00dfe regelm\u00e4\u00dfig geschlagen werden, so jedoch niemals in Crewst\u00e4rke. Kaum ein Passant oder Nachbarlieger, der nicht beeindruckt, ver\u00e4ngstigt oder auch entgeistert schaut, wenn aus dem vorderen und hinteren Niedergang die ASVer im ganzen Dutzend herausstr\u00f6men und sich die Flut mit Rum und Gitarre in das Mittelcockpit ergie\u00dft.<\/p>\n<p>Dennoch, es bleibt missvergn\u00fcgt festzustellen, dass unser Kojenbomber in nahezu jedem Hafen einem Spielzeug gleicht. Das Geld in der Karibik schwimmt, wird permanent geputzt, poliert und erstrahlt mit wei\u00dfem oder blauem Rumpf. Einzige Ausnahme bildete eine \u00fcber 200 Fu\u00df gro\u00dfe Motoryacht im Antigua Yacht Club, die im marinefarbenen matten Tarngrau gehalten wurde und nicht \u00fcberraschen w\u00fcrde, wenn darin auch eine Batterie Flugabwehrraketen installiert w\u00e4re. Es entsprang \u00fcbrigens einem gl\u00fccklichen Zufall, dass wir dem privaten Marinefanatismus beiwohnen durften: Eines Abends in Antigua marschierte ein kleines Gr\u00fcppchen ASVer durch das \u00d6rtchen und kam an einem umz\u00e4unten, palmenveredelten Grundst\u00fcck vorbei. Der Pf\u00f6rtner sa\u00df gerade nicht in seinem H\u00e4uschen, so dass wir unbemerkt die Steganlage erreichen konnten, auf der uns dann doch schlie\u00dflich der Pf\u00f6rtner entgegen kam, uns wohl f\u00fcr zugangsberechtigt hielt und uns freundlich zunickte. Wir f\u00fchrten den konkludent erteilten Passierschein auf unsere tadellose Erscheinung zur\u00fcck, die mit Badelatschen, entsprechender Badeshorts und vergilbtem T-Shirt der Umgebung mehr als angemessen war. Vielleicht hat der Pf\u00f6rtner aber auch einfach zu viel Ganja (das hiesige Marihuana) geraucht oder es war ihm seine Abwesenheit im Diensth\u00e4uschen peinlich und er sah beflissen \u00fcber unsere Dreistigkeit hinweg. In jedem Fall war das Ergebnis beeindruckend. Hier t\u00fcmmelten sich mehrere gigantische Motoryachten, wie z.B. die bereits erw\u00e4hnte Monstr\u00f6sit\u00e4t. Aber auch etliche Sch\u00f6nheiten, wie drei J-Class-Segelyachten lagen in Tuchf\u00fchlung vor uns. F\u00fcr all diejenigen, denen J-Class kein Begriff ist: sie gelten als die wohl sch\u00f6nsten Segelschiffe der Welt, der Riss entstammt den Americas Cuppern der 30er Jahre, sie sind ca. 40 m lang, haben etliche hundert Quadratmeter Segelfl\u00e4che und sind einfach nur beeindruckend.<\/p>\n<p>Auch jenseits der ganzen Superlative geht es uns nach wie vor gut. Heute darf jeder machen, wann und was er will, zumindest nach dem uns die Capitainerie heute Morgen eigentlich des Liegeplatzes verwiesen hat und wir erfolglos auf den Hafenmuckel gewartet haben, der uns einen neuen Liegeplatz zuweisen wollte. Dass wir den Liegeplatz nicht behalten d\u00fcrfen, wussten wir nun alle schon im Voraus, denn der kleine Peter darf nicht zwischen den Gro\u00dfen spielen. Aber wir wissen auch, dass die Zeit kommen wird, dass der Peter wieder nach Hause kommt und wieder ein gro\u00dfer Fisch in seiner Kieler-F\u00f6rde ist und das Sprotten-Dasein allen anderen \u00fcberl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Tobias f\u00fcr die PvD-Crew<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Martinique.jpg\" rel=\"lightbox-gallery[Martinique]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1541\" title=\"Martinique\" src=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Martinique-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Martinique-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Martinique-399x300.jpg 399w, https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Martinique.jpg 639w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem etwa 32 Stunden andauernden Schlag gen Norden mit 30 Knoten Wind aus Nordost kamen wir gestern Abend in dem Etappenziel- und Wechselhafen Le Marin auf Martinique an. 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