{"id":1306,"date":"2012-10-15T12:46:59","date_gmt":"2012-10-15T10:46:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/?p=1306"},"modified":"2012-10-15T12:46:59","modified_gmt":"2012-10-15T10:46:59","slug":"bericht-uber-etappe-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asv-kiel.de\/fidk\/?p=1306","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber Etappe 1"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Bericht ist von <strong>Lutz<\/strong> und erreichte uns am 12.10.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann stand er doch vor der T\u00fcr, der Tag der Abreise. Da plant man \u00fcber ein Jahr lang diese Reise und glaubt schon fast nicht mehr daran, dass der Tag, an dem es dann wirklich mal los geht irgendwann kommt. Aber er kam und zwar sehr schnell. Pl\u00f6tzlich waren wir alle an dem Samstagmorgen im Bootshaus um Abzulegen bzw. um denen zu winken, die Ablegten. Zu unserer Freude fanden sich dazu auch der Pr\u00e4sident der Christian Albrechts Universit\u00e4t zu Kiel Professor Gerhard Fouquet, Kiels B\u00fcrgermeister Herr Todeskino und Herr Eckhart Mey von der Kieler F\u00f6rde Sparkasse.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schiffer S\u00f6ren Zopf und seiner Crew kribbelte es bei der Verabschiedungszeremonie ganz gewaltig unter den Fingern\u00e4geln, wir hatten ja auch schlie\u00dflich noch eine Schleuse zu erreichen. An unserer unb\u00e4ndigen Freude, dass wir nun endlich in die Karibik aufbrechen, konnte auch der allzu typische Kieler Regen nichts \u00e4ndern. Noch ein paar mal in die Kamera der KN gewunken, Familie, Freunde und Verwandte gedr\u00fcckt und dann gingen die Leinen los. Auf halben Weg zum Nordostseekanal wurden wir noch von einem Motorboot der Kiel Sailing City \u00fcberrascht, die uns einen Haufen M\u00fctzen, Kugelschreiber, Schl\u00fcsselb\u00e4nder und allerlei anderes auf den Peter warfen. An dieser Stelle vielen Dank an Axel Bauerdorf von Kiel Sailing city.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kanal kam wie gerufen, denn der Abend der Farewellparty am Tage hatte doch auch Spuren hinterlassen. Aber auch jeder noch so m\u00fcde Geist musste im Kanal die obligatorische Sicherheitseinweisung mit allen Feinheiten \u00fcber sich ergehen lassen, sodass jeder im Zweifelsfall das Try-Segel anbauen kann, was sich sp\u00e4ter als sehr n\u00fctzlich herausstellen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Tag ging es dann so langsam hinaus auf hohe See, eine spiegelglatte Nordsee erwartete uns hinter den Schleusentoren von Brunsb\u00fcttel.\u00a0 Es t\u00e4uschte aber die Ruhe. Binnen eines Tages brauste das Meer auf und die Segel wurde kontinuierlich kleiner, bis hin zum Try-Segel, gut, wer bei der Einweisung aufgepasst hat. So ging es dann auf der zickigen Nordsee gegen an in Richtung England, Ziel Dover. Wie ein Fels in der Brandung stand Guntram am Steuer und hielt den Peter auf Kurs England und ja, manch einer futterte die Fische. Irgendwie hab ich das ganz vergessen, dass zwischen Kiel und der Karibik noch ein paar Seemeilen liegen, die \u00fcberwunden werden wollen, bevor es t\u00fcrkises Wasser und bunte Fische gibt, nunja, die Karibik will sich verdient sein. \u00a0Wir einigten uns dann aber doch darauf, schon den Hafen von Great Yarmouth anzusteuern und uns dort erstmal zu erholen. Den Peter direkt vor dem Rathaus eingeparkt und erstmal klar Schiff gemacht. Gut, eine Augenweide war Great Yarmouth nun nicht unbedingt, aber uns wurde in der Townhall weitergeholfen und somit konnten wir nach einigen Ausbesserungen am Schiff und der Beseitigung des Kartoffelsuppenmassakers aus der Pantry, der Toilette und Teilen des Salons weiterfahren. Ein 4 Liter Topf feinster Kartoffelsuppe hatte sich dann doch in einer Welle selbstst\u00e4ndig gemacht und sich das weite gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">N\u00e4chstes Ziel war Eastbourne, was eingebettet in Kalkfelsen mit den ersten Sonnenstrahlen der Reise auf uns wartete. Der helle, von Kalk durchsetzte Meeresgrund \u00e4nderte die braune Suppe der Nordsee in ein ann\u00e4hernd karibisches Blau von Wasser. Man begann von Cocktails mit Schirmchen zu Tr\u00e4umen und sehnte sich weiter nach s\u00fcdlicheren Gefilden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter ging es an der englischen S\u00fcdk\u00fcste Richtung Cowes, dem Segelmecka. Kiel ist ja schon nicht schlecht f\u00fcr das Segeln, aber Cowes\u2026Jeder noch so kleine Zipfel der Stadt steht in irgendeinem Zusammenhang mit Segeln und Wassersport.\u00a0 Es wurden einige hastige Segelklamotteneink\u00e4ufe aus Restbest\u00e4nden der Saison get\u00e4tigt und vor allen Dingen wurde f\u00fcr den letzten Schlag nach Brest, Frankreich vorbeireitet. Leider sollte uns Rasmus auch auf diesem Schlag nicht besonders gut gestimmt sein, denn er schickte uns den Wind nach wie vor auf die Nase.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jens hat das Hochseeangeln aus dem fahrenden Schiff f\u00fcr sich entdeckt und in Cowes noch schnell ein paar Utensilien daf\u00fcr besorgt, damit dieser olle K\u00f6der endlich mal unter Wasser bleibt. Das hat dann auch soweit funktioniert, allerdings war der einzige, der auf diesen K\u00f6der herein fiel kein Fisch, sondern ein Bastt\u00f6lpel, der sich im Sturzflug auf ihn warf, ihn dann doch aber recht erstaunt wieder ausspukte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Brest endete dann unsere erste Etappe und die H\u00e4lfte der Crew verlie\u00df das Schiff. Die neue Crew wurde geb\u00fchrend von dem neuen Schiffer Achim Meyer mit Austern, franz\u00f6sischem Wei\u00dfwein und Roggenbrot in Empfang genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielen Dank, dass du uns nach Brest gebracht hast, S\u00f6ren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danke an die Heimat f\u00fcr die Unterst\u00fctzung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir brechen nun auf nach La Corun\u00e3.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lutz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bericht ist von Lutz und erreichte uns am 12.10.2012 Irgendwann stand er doch vor der T\u00fcr, der Tag der Abreise. 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